ASB Magazin
Dezember 2025
9/21

Fünfter Geburtstag des Beratungsprojekts ZUG

Zahlreiche Geflüchtete informierten sich bereits über Gesundheitsberufe

Über 400 junge Menschen mit Migrationshintergrund nutzten mittlerweile das Beratungsangebot des Projekts ZUG (Zugang zu Gesundheitsberufen für Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund), um einen Ausbildungsplatz oder ein Praktikum im Gesundheitswesen zu finden. Nun feierte das Projekt seinen fünften Geburtstag.

„Die meisten Ratsuchenden informieren sich über Ausbildungen zur Pflegefachkraft sowie Kranken- und Altenpflegehilfe“, berichtet ASB-Projektleiterin Tülay Arslan. „Dabei brauchen sie besonders Unterstützung bei der Bewerbung und weitere Informationen über die Ausbildungsinhalte.“ So beispielsweise Mohammed: Der junge Geflüchtete bewarb sich mit Unterstützung von Tülay Arslan kurz vor Bewerbungsschluss als Krankenpflegehelfer. Die Ausbildung machte ihm Spaß und sein Arbeitgeber war sehr zufrieden. Inzwischen absolviert Mohammed seit Oktober eine dreijährige Ausbildung zur Pflegefachkraft.

Neben dem Beratungsangebot bietet das Projekt auch Lerngruppen und Lehrgänge an. Besonders gefragt sind die „Lerngruppe Kommunikation Pflege“ und der Sanitätshelferlehrgang. „Ein Highlight ist es, wenn die Teilnahmebescheinigung beim Lehrgang vergeben wird. Alle sind total aufgeregt und unsicher, ob sie eine erhalten“, berichtet Tülay Arslan. „In der Regel bestehen fast alle den Lehrgang und freuen sich über die Bescheinigung.“ 

Das Projekt läuft noch bis zum 31.12.2026 und richtet sich an Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund ab 16 Jahren, die Interesse an einer Ausbildung bzw. Tätigkeit in Gesundheitsberufen haben und in der Stadt Mainz oder Worms, im Landkreis Mainz-Bingen oder Alzey-Worms wohnen. Fachkräfte unterstützen die Ratsuchenden dabei, einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz zu finden. Gefördert wird ZUG vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung Rheinland-Pfalz und von der Lotto Rheinland-Pfalz – Stiftung.


Text und Foto: Karina Dingebauer